Donnerstag, 15. August 2013

Machtbereiche

Im Sommerloch, beziehungsweise meiner kleinen Sommerpause ist die Veröffentlichung von "Machtbereiche" fast untergegangen. Wieder in Zusammenarbeit mit dem erotische Sekretariat ist diese Kurzgeschichte entstanden und bildet sozusagen das Prequel zu "Machtspiele", beide Geschichten können aber auch unabhängig voneinander gelesen werden.


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Maggie hat sich auf ein Blind Date in einem SM-Club eingelassen, doch ihr Internetlover entpuppt sich als reines Fiasko! Zum Glück weiß der attraktive Dom Marc, sein Interesse an Maggie durchzusetzen und weist den anderen in seine Schranken.
Aber kann die unerfahrene Maggie mit dem charismatischen und gefährlich wirkenden Meister mithalten?


Leseprobe:

Sie lachte gerade über einen seiner Witze, da wurden seine Gesichtszüge wieder streng und sofort ahnte sie, dass es nun soweit war. 
Während er seine Unterarme auf den Oberschenkeln abstützte, beugte er sich vor und sah ihr fest in die Augen. „Ich will, dass du alle meine Fragen ehrlich beantwortest – sonst funktioniert das hier nicht.“ Zur Antwort nickte Maggie schnell.
„Gut. Wann hattest du das letzte Mal Sex?“
Kann ich überhaupt noch verlegener werden? Eilig versuchte sie, das richtige Datum zu finden. Seine Mundwinkel zuckten. „Widersetzt du dich mir oder ist es tatsächlich so lange her?“ 
Bald können wir den Kamin löschen und meinen Kopf als Licht- und Wärmequelle benutzen. „Es ist so lange her, fürchte ich. Ein paar Monate, glaube ich.“
„Na, dann haben wir ja einiges nachzuholen. Wann hast du dich zum letzten Mal selbst zum Orgasmus gebracht?“
Sie wisperte so leise, dass er erneut nachfragte, dabei klang er bereits ungeduldiger. „Entschuldigung, Meister. Bevor ich hierher gefahren bin, sagte ich.“
„Gut. Sag mir, Maggie, denkst du, dass wir auf einer Wellenlänge liegen und es miteinander versuchen sollten?“
Ihre Kehle wurde eng und die Aufregung raste durch ihren Körper. Allein bei der bloßen Vorstellung, sich ihm hinzugeben, ihm ausgeliefert zu sein, zogen ihre Nippel sich zusammen. Ganz zu schweigen von ihrer Möse, die bereits überlief. „Ja.“
Mit einer geschmeidigen Bewegung erhob er sich aus dem Sessel und baute sich beinahe bedrohlich vor ihr auf. Er beugte sich zu ihr hinunter, sein breiter Brustkorb versperrte ihr die Sicht und sie fühlte sich merkwürdig gefangen. „Das ist das einzige Mal, dass ich dir diese Frage stelle: Ist es in Ordnung für dich, wenn ich dich anfasse?“
Ihre Stimme versagte, nur ein leises Keuchen war zu hören. Schnell nickte sie hektisch.
Doch es reichte ihm nicht. „Willst du es auch? Willst du, dass ich dich anfasse, berühre und erforsche?“
Gott ja! Doch sie sagte nichts, sondern nickte wieder nur; unfähig, auch nur ein einziges Wort über die Lippen zu bringen. In seinen Augen stand ein kleiner Zusatz zu seiner Frage, der sie fast verrückt werden ließ – und gleichzeitig ein Versprechen darstellte. Überall. Ich werde dich überall berühren, Maggie, dröhnte seine Stimme in ihrem Kopf.
Marc rührte sich nicht. Er stand da, so dicht vor ihr und machte nicht die geringsten Anstalten, sich zu bewegen. Sie ahnte, was er wollte und nahm ihren ganzen Mut zusammen. Schnell leckte sie sich nervös über ihre Lippen, befeuchtete sie und schluckte schwer, bevor sie sagte: „Ich will es, Meister. Ich will alles!“
Seine Pupillen weiteten sich leicht und zum ersten Mal an diesem Abend hatte sie das Gefühl, ihn so ins Wanken gebracht zu haben wie er sie. Wie hypnotisiert starrte sie auf sein Gesicht, dass immer näher kam. Dann küsste er sie zum ersten Mal und Maggie schloss verzückt die Augen.



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Maggie erwartet ihren Meister zum Jahrestag - doch der kommt nicht alleine, sondern hat jemanden im Gepäck. Und so darf Maggie sich mit einem nicht ganz unbekannten Sklaven messen ...


Leseprobe:

Oliver näherte sich ihr und Maggie ahnte Schlimmes: Er würde sich sicherlich für jeden einzelnen Hieb revanchieren. Immer weiter wich sie zurück, bis sie in der Ecke stand und leicht zitterte.
„Herr, bitte –“, flehte sie. Doch es nützte nichts. Oliver ragte wie ein Fels vor ihr auf und griff nach ihren Handgelenken. Unerbittlich zog er an einem ihrer Arme, bis sie ihn vorstreckte und er die Fesseln darum schlang. Er presste sie mit dem Gesicht gegen die Wand und drehte ihre Arme auf den Rücken. Er befestigte den zweiten Lederriemen und Maggie wimmerte auf. Ihre zarten Nippel rieben über die raue Wand. Er packte ihren Nacken und zwang sie vor sich durch den Raum, bis sie schließlich vor dem Sessel des Meisters standen. Dieser hatte sein Handy in der Hand und stellte erneut den Timer.
„So, Oliver, du hast eine halbe Stunde.“
Wilde Gedanken rasten durch Maggies Kopf, Bilder blitzten vor ihrem inneren Auge auf. „Eine halbe Stunde wofür, Meister?“, wisperte sie leise, die Kehle wie zugeschnürt.
„Wie lange sind wir jetzt zusammen, meine kleine Sklavin?“, fragte er mit fast zärtlichem Tonfall.
„5 Jahre.“ Ihre Stimme war kaum hörbar.
„Gut. Dann hat der Sklave jetzt eine halbe Stunde Zeit, dich fünfmal zum Kommen zu bringen.“

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