Montag, 22. April 2013

Die 90%-Marke

Es ist wie verhext mit mir. Egal, wie fokussiert und konzentriert ich arbeite, sobald ich bei meinem aktuellen Projekt die 90%-Marke erreiche, gibt es irgendeine Fehlfunktion zwischen den Synapsen in meinem Gehirn.
Plötzlich habe ich einen Blackout von ein, zwei oder drei Tagen Stunden und wenn ich erwache, sitze ich noch immer vor meinem Bildschirm. Doch statt die erste Geschichte endlich zu beenden, sind mindestens vier neue Dokumente mit Ideen, Figuren und Anfängen geöffnet. Ich knirsche dann mit den Zähnen und bin hin und her gerissen. 
Eigentlich sollte ich ja die angefangene Geschichte beenden, immerhin bin ich ja schon fast fertig – oder gehe ich besser der neuen Idee nach?

Was soll ich sagen? Ich bin schwach! Dieses Mal hat mir dann sogar auch noch der perfekte Mann dazwischen gefunkt. Verknallt ist er. So sieht es nämlich aus. In die Figur der männerverschlingenden Diebin Klara aus meiner Geschichte "Täuschungsmanöver". Seit Wochen hängt er mir damit in den Ohren. Worte wie "Potenzial" und "Roman" sind immer wieder gefallen. Mein Zähneknirschen hatte sich schon verschlimmert – besonders, als ich feststellte, dass der perfekte Mann Recht hat. So ein Mist. Aktuelles Projekt zur Seite geschoben, in die Tasten gehämmert und 23.000 Wörter später festgestellt, dass es funktioniert. So wirklich und richtig.

Mittlerweile ist "Täuschungsmanöver" verschwunden, nur in der Sammlung "Sinnliche Sünden" habe ich die Geschichte noch drin gelassen. Die Protagonistin hat mir zuliebe ihren Namen von Klara in Samantha geändert und ist gerade in der Schweiz unterwegs.
Das Cover fand ich nach wie vor toll, weil das Bild so eine ganz eigene Stimmung transportiert. Aber natürlich musste ein neuer Titel her.

Bald!


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