Dienstag, 26. Februar 2013

Stille

via Shutterstock
Der Autor, bzw. der Schriftsteller sitzt ja bekanntermaßen im stillen Kämmerlein bei einer recht einsamen Arbeit. Natürlich kann man sich mit anderen Schreiberlingen austauschen – aber gerade die Nicht-Schreiberlinge haben oft kein Nachempfinden dafür, wie mühselig und wortkarg die Arbeit zuweilen sein kann.

Natürlich gibt es Tage, da ist es alles andere als still – obwohl man es gern ruhig hätte. Telefon, Emails, der Paketbote an der Tür und der überaus rücksichtsvolle Nachbar, der gegen 15 Uhr seine Neuinterpretation von Nenas Leuchtturm zum Besten gibt.
Gegen Letzteres helfen oft nur Kopfhörer.

Ich habe leider kein System: an manchen Tagen hilft es mir enorm beim Schreiben Musik zu hören, an anderen Tagen nervt es mich tierisch. Wenn ich Musik höre, schwankt das Genre stark. Manchmal ist mir nach Punk Rock, mal nach Post Punk und dann wieder nach Metalcore. Ich kann dabei auch keinen Zusammenhang zwischen dem, was ich schreibe und dem, was ich höre feststellen. Ich höre weder immer "dieses" wenn ich plotte noch "jenes" während ich an Dialogen arbeite.

Das Einzige, worauf ich mich fest verlassen kann, was mich jeden Tag aus der Stille und meinem eigenen Kopf erlöst, ist ein kleines Schmatzen. Wie ein Uhrwerk pünktlich jeden Tag gegen 17.30 Uhr. Wenn ich Musik höre, mache ich sie in diesem Moment aus – wenn es still war, ist es das in diesem Moment nicht mehr.
Dann habe ich Unterhaltung und kann meine Fragen loswerden, meine Probleme beim Schreiben lösen und eine Art Zwiegespräch halten.

Allerdings ist es unter Carltons Würde, mir zu antworten, während er isst – aber das macht nichts. Die kleine Ablenkung ist so oder so eine willkommene Abwechslung, eine Pause und macht den Kopf frei.
Das ist mein kleiner Berater in allen Fragen: Carlton T. Lassiter. ;)



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