Montag, 24. Dezember 2012

Frohe Weihnachten

Anne Garti  / pixelio.de

Ich verabschiede mich für die Feiertage und wünsche allen Lesern frohe Festtage und eine stressfreie Zeit – unabhängig davon, was Ihr macht, wo und mit wem. Nicht alle mögen Weihnachten und das ist völlig okay – Hauptsache wir alle schaffen es, uns bewusst zu machen, wie wertvoll unsere Zeit ist und dass Feiertage etwas Schönes sind.
Ich nehme mir immer einen Moment und denke über die Leute nach, die heute, morgen und übermorgen arbeiten und uns damit das Leben erleichtern (oder im Extremfall retten). Habt eine schöne Zeit – egal, wo Ihr seid!

Falls Ihr noch ein wenig Zeit übrig habt oder die Weihnachtsstimmung noch immer nicht so richtig bei Euch angekommen ist, lege ich Euch unsere prickelnden Weihnachtsgeschichten ans Herz.


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Lustgeschenke – Vier Freunde beschließen, dieses Jahr dem kommerziellen Geschenketrubel zu entsagen und sich stattdessen gegenseitig beim Erfüllen heimlicher Sexfantasien behilflich zu sein.

Verfrühte Bescherung – Während Marlon bei den Nachbarn für die Kinder den Nikolaus spielt, langweilt Vanessa sich zuhause und findet zufällig ihr Weihnachtsgeschenk. Während sie überlegt, ob sie einen Blick in das Innere des Päckchens werfen soll, kommt der Nikolaus mit seiner Rute nach Hause und ist alles andere als begeistert, das böse Mädchen beim Schnüffeln zu erwischen.

Engelszungen – Eigentlich hat unser Erzähler bereits mit Weihnachten abgeschlossen, da taucht ein Engel auf, der versucht, ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Immer wieder erscheint ihm die attraktive, engelsgleiche Gestalt und ist gewillt, alles zu tun um ihm seinen Glauben an Weihnachten wiederzugeben.

Leise rieselt der Schnee – Carina hat sich in ihre beste Freundin Ellen verliebt und daraufhin mit ihrem Freund Schluss gemacht. Nun ist sie ratlos, wie sie Ellen ihre Gefühle gestehen soll und beschließt, dass ein romantischer Urlaub im Schnee über die Weihnachtsfeiertage sicherlich die richtige Stimmung aufkommen lässt.


Leseprobe aus "Verfrühte Bescherung"

Sie hob das Geschenk höher und schüttelte noch einmal, diesmal dichter an ihrem Ohr.
„Was tust du da?“
Erschrocken fuhr sie zusammen, der Karton glitt aus ihrer Hand und fiel auf den Teppich. Sie sah schuldbewusst über die Schulter und spürte, wie die verlegene Röte sich über ihrem Gesicht ausbreitete.
Marlon stand in der Tür zum Wohnzimmer, die Hände in die Taille gestemmt, mit einem grimmigen Zug um den Mund.
„Es tut mir leid. Ich habe es aus Versehen gefunden“, stammelte Vanessa und sah nach unten.
„Aus Versehen?“, wiederholte er ungläubig und kam langsam näher. Vanessa sah ihn von unten durch ihre langen Wimpern an und gab sich zerknirscht. Sie hoffte, dass ihr unschuldiger Blick ihn besänftigen würde, sie wollte keinen Streit an diesem Abend – nicht, nachdem sie schon so lange auf ihn gewartet hatte. Gleichzeitig wusste sie, dass er ihr nie lange böse sein konnte.
Vorsichtig sah sie ihn an und bemerkte, dass er noch die Hälfte seines Kostüms trug – die Hose und die schweren Stiefel, um genau zu sein; den künstlichen Bart und die dicke, flauschige Jacke hatte er bereits ausgezogen. 
Sie bewunderte seinen breiten Brustkorb unter dem T-Shirt und überlegte, ob sie ihn vielleicht einfach vor dem Kamin vernaschen sollte – das würde ihn doch sicher besänftigen und ihr kleines Vergehen vergessen lassen. Sie zog einen Schmollmund und ging ihm nun langsam entgegen. Die plüschige, rote Hose lud geradezu ein, die Hand auszustrecken.
Bei ihm angekommen legte sie eine Hand auf seinen Brustkorb und sagte leise: „Es tut mir wirklich, wirklich leid. Kann ich es vielleicht irgendwie wieder gut machen?“
Sie hoffte, dass ihre Stimme auch verheißungsvoll klang und klimperte mit den Lidern. Seine Kiefermuskeln waren noch immer angespannt und der Fünf-Uhr-Bartschatten ließ ihn noch männlicher wirken.
„So einfach kommst du diesmal nicht davon“, raunte Marlon und legte seine Hand auf ihre.
Vanessa sah ihn erstaunt an und registrierte zum ersten Mal das seltsame Glitzern in seinen Augen. „Wie meinst du das?“ Sie leckte sich mit der Zungenspitze über ihre Lippen, die ihr auf einmal so merkwürdig trocken erschienen.
Zu ihrem Erstaunen packte Marlon ihren Oberarm und zog sie mit sich zum Sofa. Mit einer achtlosen Bewegung schob er den Wohnzimmertisch zur Seite und setzte sich auf das weiche Polster. Ihren Arm hielt er dabei fest umklammert und sie spürte, wie ihr Herzschlag sich deutlich beschleunigte. So fest hatte er sie noch nie angefasst und zu ihrer eigenen Überraschung gefiel es ihr. 


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