Samstag, 7. Juli 2012

Pornos.

Auch wenn der Satz wie ein schlechtes Klischee klingt: Letztens musste ich aus beruflichen Gründen eine Menge Pornos gucken. 
Das Leben ist hart, was soll ich machen?
Nachdem ich mehrfach mit der charmanten Mischung aus entweder Sperma und Gleitmittel oder Sperma und Speichel und einer Menge geweiteter Körperöffnungen konfrontiert wurde, kam ich nicht umhin mich ein paar Dinge zu fragen:


1. Warum gibt es so viele Menschen, die sich eine ganze Hand in den Mund stecken können und viel wichtiger, warum tun sie es andauernd?


2. Gibt es kulturelle Unterschiede beim Stöhnen und sollte ich diese beim nächsten Schreiben beachten? Oder sind das Pornofilm-Mythen, die uns Wahrheiten vorgaukeln, die gar nicht existieren? Quietschen Japanerinnen wirklich so unerträglich? Sind Latinas so laut?


3. Warum haben Deutsche so einen merkwürdigen Ruf in der Welt? Ich muss zugeben, dass ich mich hauptsächlich auf amerikanischen Seiten herumgetrieben habe und jedes Mal, wenn ein Film mit "merkwürdig", "pervers", "abartig" oder ähnlich gekennzeichnet war (warum ich trotzdem einen Blick darauf geworfen habe, ist eine andere Geschichte), kann man davon ausgehen, dass in 80% dieser Schnipsel Deutsch gesprochen wird. Deutsch, das mich direkt an meinen ekelhaften Mathe-Lehrer aus der zehnten Klasse erinnert. (Keine Sorge, darüber werde ich noch mit meinem Therapeuten sprechen.)


4. Wer ist hier eigentlich der Freak?
Der wichtigste Punkt. Bin ich es? Seid ihr es? Sind wir es alle?


Was sich so hochphilosophisch anmutet, ist eigentlich eine berechtigte Frage. Nach einer gewissen Zeitspanne gefüllt mit Stöhnen, Keuchen, Schreien und Würgegeräuschen, fängt man schon an, seine eigenen Vorlieben zu hinterfragen. 
Ich rief also eine Freundin an und ereiferte mich über diverse schlechte Filmchen. Wir lachten und sie sagte, sie würde sich mir anschließen und mir beim Sichten helfen. 
Wir sitzen also da und gucken übertriebener Kopulation zu und es kommt wieder so eine Szene, bei der ich nicht mehr an mich halten kann und ich rufe: "Da, schon wieder! Warum machen die das immer, in jedem Porno?" 
Ich wollte gerade ein "Uäh!" oder ein "Bäh!" anhängen, da sehe ich, dass meine Freundin ungefähr dreimal die Farbe wechselt und in diesem Moment wird mir klar: Hey, ich bin der Freak. Alle wollen es sehen, nur mich törnt es ab.


Das war eine merkwürdige Erkenntnis, aber eine wichtige. Sie hilft mir vor allem, beim Schreiben mein Feld zu erweitern. Natürlich muss ich flexibel sein, sonst schreibe ich immer das Gleiche. Natürlich gibt es auch Dinge, die werden bei mir niemals in Geschichten vorkommen, weil mir bereits beim Gedanken daran die Fussnägel ausfallen. Aber es gibt auch Dinge, da gehört vielleicht eine zweite Überlegung zu.


In diesem Sinne traue ich mich nun mal richtig was und lasse euch ein paar Links hier, die euch vielleicht inspirieren über die Bettkante zu schauen. (Da Wortspiel, habt Ihr es bemerkt? Ein richtiger Brüller, ne? Bettkante und Tellerrand und so? Ja? Nicht? Äh, ja, also – egal.)


James Deen


Mark Davis


Beretta James


Bei James Deen und Mark Davis habe ich einfach direkt eine Sammlung verlinkt, möge jeder seinen Gelüsten nachgeben! Bei Beretta James ist es ein kurzer Ausschnitt, den ich auf Anhieb gefunden habe. Wie eingangs erwähnt, habe ich im Moment erstmal keine Lust mehr, viele Pornos auf die Schnelle zu sichten.
Ich verlasse mich immer gern auf Darsteller, die ich – sagen wir mal – nicht abstoßend finde. Einer, den ich umwerfend super finde und selbst gern in meinem Bett hätte, ist mir noch nicht über den Weg gelaufen. 
Obwohl der perfekte Mann sich immer Mühe gibt mir einige Männer schmackhaft zu machen, kann er ironischerweise meinen Männergeschmack nicht einschätzen. Aber ihn zu bitten, Pornos nur für mich zu drehen, wenn möglich auch bitte nicht mit anderen Frauen oder Männern, wäre wohl etwas viel verlangt.


Ähnlich verhält es sich auch mit Lehrvideos. Ja, ihr habt richtig gelesen Lehrvideos. Manche Leute haben es entweder einfach drauf und manche glauben zumindest, dass dem so ist. Aber, ich hatte ja beschlossen unvoreingenommen an die Sachen heranzugehen und dachte mir: Hey, wer weiß, vielleicht ich mir etwas abgucken und lerne etwas. 
Oder auch nicht.


How to give a handjob


Hier sage ich ganz einfach, dass ich es grauenvoll finde. Das ist doch wirklich ein guter Ansporn es besser machen zu wollen, oder? 


Wer mit seinem Liebsten oder seiner Liebsten nicht gerne Pornos guckt, der kann hier drauf zurück greifen. Vorlesen ist auch sehr erotisch.


So oder so, habt einen sexy Samstag. Uh, das klingt nach einer neuen Sparte für den Blog. Ich sehe es schon vor mir "Sexy Samstag". Ist notiert.

PS. Vergesst nicht das Gewinnspiel und die Abstimmung. Beides noch bis morgen Abend. Infos gibt es hier.

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