Montag, 23. Juli 2012

Manischer Montag

Bild von Stephan B.  / pixelio.de
Heute ist meine To-Do-Liste aus irgendeinem Grund noch länger als sonst. Ich habe nicht die geringste Ahnung, woran das liegt. 

Moment. Mist, ich weiß doch, woran das liegt. Prokrastination – darin bin ich die Meisterin.
Vor allem Recherchen und Korrekturen schiebe ich gerne auf. Eigentlich sollte ich mit "Verführerische Fesseln" schon durch sein. Betonung liegt auf sollte, aber statt – wie es sich gehört – weiter zu korrigieren, habe ich lieber "Das Fenster" geschrieben. 

Leider bestätigen mich die Verkaufszahlen (danke, danke, danke!) auch noch in meinem bösen Verhalten. – Heute wird aber der Popo zusammengekniffen und durchgeknechtet. Ich bin der schlimmste Chef, den ich bisher hatte. Argh, wenn ich mich nur bei irgendeiner Gewerkschaft über mich beschweren könnte.

Jedenfalls werde ich hoffentlich mein neues eBook "Verführerische Fesseln" noch diese Woche auf den Weg bringen. Dann gebe ich hier auf dem Blog auch den Gewinner der Abstimmung bekannt, habe nun eine Antwort auf meine Mail erhalten. 
Diesmal traue ich mich auch richtig etwas und schreibe einige Blogs an, ob sie mein Werk vielleicht rezensieren wollen – auch wenn ich vor dem Ergebnis natürlich schon ein wenig Angst habe.

Bis dahin gibt es hier einen frischen Schnipsel aus dem Werk:


Ich stand auf, nahm mein Handy und wählte Alexanders Nummer.
„Alexander Stein. Was –“
„Du hast mich ausgetrickst,“ unterbrach ich ihn sofort.
Ein leises Lachen folgte.
„Du hast als den guten, alten Harald angerufen?“
„Du Mistkerl. Das hast du von Anfang an geplant.“
Sein Schweigen, war mir Bestätigung genug. Ich konnte ihn förmlich durch die Leitung lächeln hören. Dieses Lächeln würde ich ihm noch aus dem Gesicht wischen. Ich wusste nur noch nicht wie. Aber mir würde schon etwas einfallen.
„Ausgetrickst würde ich es nicht nennen. Außerdem bist du nur angesäuert, weil du nicht wahrhaben willst, dass du mehr willst.“
Seine Stimme pulsierte in meinem Ohr. Angesäuert? Oh, angesäuert konnte er haben. Ich versuchte meine Wut auf diesen ersten Teil des Satzes zu lenken und den letzten zu ignorieren.
„Du verfluchter...“
„Na,“ unterbrach er mich. „Nicht, dass du etwas sagst, was ich dich bereuen lasse.“
Da war es wieder – das Ziehen in meinem Schoss.
„Was willst du?“
„Ich hab eigentlich alles, was ich will. Na gut, fast alles. Aber wenn du dich an gestern abend erinnerst – und ich bin sicher, das tust du – dann hast du zugestimmt mein Spiel zu spielen.“



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