Donnerstag, 12. Juli 2012

Die Fetische der Anderen

Ich habe mir jetzt mal eine Autorenseite bei amazon gebastelt, ansehen könnt Ihr Euch sie hier.
Ich dachte mir, da die Zahl meiner Veröffentlichungen immer weiter steigt und erfreulicherweise auch meine Verkaufszahlen (Ein großes Dankeschön dafür), wäre es mal langsam an der Zeit, mich etwas ausführlicher vorzustellen.


Nun zum Titel des Eintrags: es folgt ein großer Seufzer. "Shades Of Grey". Noch ein Seufzer.
Eigentlich wollte ich da nichts zu schreiben. Ich hatte es mir wirklich fest vorgenommen. Aber ich bin einfach zu schwach.


1. Respekt an die Übersetzerinnen, muss hier einfach mal gesagt sein. Ich habe auf englisch und auf deutsch hineingelesen und war überwältigt davon, wieviel die Übersetzerinnen da schon glatt gebügelt haben.


2. Den Stil und die Erzählweise lasse ich mal außen vor, da zerreißen sich schon genug Leute das Maul drüber. Ich bin raus.


3. Der größte und wichtigste Punkt für mich: Unrealistische Erwartungen


Wer das Machwerk gelesen hat, älter als 13 ist und vielleicht auch schon mal Sex hatte, der weiß, wovon ich spreche:
Ein Orgasmus, nur durch das Reiben und Zwicken der Nippel? Ernsthaft? Wirklich? Ja? Ganz sicher? 
Mag sein, dass ich mich hier weit aus dem Fenster lehne, aber ich behaupte mal ganz frech: Sollte das wirklich möglich sein, müssen da nicht nur eine Menge Faktoren zusammenspielen, ich glaube auch, dass von der gesamten Weiblichkeit auf diesem Planeten vielleicht 0,2 Prozent dazu in der Lage sind.
Gleiches gilt für einen Orgasmus, nachdem die Klit dreimal mit einer Gerte getätschelt wurde.


Jetzt nehmen wir mal an, die, sagen wir, Beate (Anmerkung der Redaktion: Name geändert, ich kenne keine Beate) ist 45, verheiratet, hat ein bis zweimal in der Woche Vanillasex (alles reiner Standard - wie es sich gehört ;) ) mit ihrem Mann Klaus. Die Kinder sind groß, Beate hatte bis jetzt nicht so richtig was zu bemängeln und dann schenkt ihr eine Freundin gut gemeint "Shades Of Grey" mit einem lüsternen Zwinkern.
Beate liest es und glaubt, dass sich ihr da gerade eine neue Welt erschließt und ihr Vibrator vielleicht doch unnötig ist. 
Sie läuft also los, kauft eine Gerte und ein paar Nippelklammern und wenn Klaus nicht schon bei dem Vorschlag einen Schlaganfall bekommt, probieren die beiden es aus. Natürlich hat keiner von beiden mehr getan, als (sie) in "Shades Of Grey" gelesen und nichts (er).
Kurz gesagt, keiner von beiden weiß, was er da eigentlich tut. Und, wenn Klaus nicht gerade Turnierreiter ist, so eine Gerte kann ganz schön schmerzhaft sein. 
Muss ich das Szenario noch weiter zeichnen, oder kann sich jeder vorstellen, wo es in etwa hinführen wird?


Das ist für mich das größte Manko an "Shades Of Grey", dass da draußen jetzt viele verwirrte Frauen herumsitzen, die gern mal die Macht abgeben und sich hingeben würden, jetzt aber völlig verzerrte Vorstellungen davon haben, was da passieren kann oder wird, die gar nicht erfüllt werden können!
Wenn die Schilderungen des Aktes akkurat wären, könnte ich vielleicht auch über die innere Göttin hinwegsehen – auch wenn ihr jemand dringend die PomPoms wegnehmen sollte.


Ich verlinke es hier trotzdem, da sich meiner Meinung nach jeder – mit gutem Recht – eine eigene Meinung bilden sollte. 


Und natürlich bin ich frech und dreist und vergleiche "Shades Of Grey" mal mit "James erzählt - Lady Elisa", denn das ist eine meiner Geschichten, die auch in Richtung BDSM abzielt. Doch da reicht nicht das bloße Malträtieren der Nippel für einen umwerfenden Orgasmus – auch wenn James sicherlich der Typ Mann ist, der sogar das drauf hätte.






Der charmante James gerät ungewollt immer wieder in pikante Situation, die sein gesamtes Fingerspitzengefühl und eine Menge Ausdauer erfordern. Glücklicherweise lässt er uns an seinen Ausschweifungen teilhaben...

10.500 Wörter
Sex, Erotik, Anal, Vaginal, Oral, Dehnung, Fisting, Fesseln, Klammern, Deep Throat, MaleDom, FemDom, Dreier, Lesbisch, BDSM

Dieses Mal landet James auf dem Landsitz der bestimmenden Lady Elisa, die ihm prompt ihre hinreißende Sklavin Mia für die Nacht anbietet…


Gerade, als ich mir das sehr reizvolle Bild eines mit roten Striemen überzogenen Hinterns näher ansehen wollen, schlug die Eingangstür mit einem lauten Knall zu. Ich fuhr erschrocken herum. Vor der Tür stand eine große Frau mit schlanken, endlos langen Beinen, die in schwarz glänzenden Stiefeln steckten. Sie hatte einen Morgenmantel an, ebenfalls schwarz und glänzend – Satin oder Seide, schätzte ich – auf den die Spitzen ihrer langen, fast weißblonden Haare fielen, die hinter ihrem Kopf zu einem strengen Pferdeschwanz gebunden waren. Ich schätzte sie auf etwa 35, vielleicht sogar 40. Sie hatte ein kluges, sehr attraktives Gesicht mit einer schmalen Nase und scharf nachgezogenen Augenbrauen, die ihr, ähnlich wie ihre Frisur, eine gewisse Strenge verliehen. Sie sah mich konzentiert an und sagte nichts.
[…]
Ich hatte schon gewusst, was sie mich fragen wollte, als sie den Satz begonnen hatte; nun wurde ich vom Pochen meiner Latte abgelenkt, die von innen gegen meine Hose drückte. Wir würden uns ihre Sklavin teilen. Ich nickte.
[…]
„James, komm doch endlich rein“, rief Lady Elisa also, während sie wieder von der Liege kletterte. Ich spürte, wie mir Blut in die Ohren schoss. Sie hatten mich also doch gesehen. Ich fühlte mich wie ein lästiger Eindringling. Aber es half ja nichts – sie wussten, dass ich da war. Etwas verlegen stieß ich die Tür auf und trat mit meiner Latte, die sich deutlich unter meiner Boxershorts abzeichnete, in den Raum.  „Ich wollte euch wirklich nicht stören... Es war nur... einfach zu reizvoll, euch zuzusehen. Ihr seid wundervoll zusammen.“
Plötzlich lachten beide Frauen auf. Als sie sich beruhigt hatten, sah Mia mich aus lüsternen Augen an und hob die Augenbrauen. „Meinst du wirklich, ich stöhne so laut, wenn ich diskret sein will, James? Also wirklich! Wir haben nur darauf gewartet, dass du endlich mit dem Duschen fertig wirst – hat ja lang genug...“
Wieder schlug Lady Elisa ihrer Sklavin mit der flachen Hand auf die Wange. „Nicht so redselig, Sklavin! Sei froh, dass James hier ist und offensichtlich“ – sie deutete auf meine Latte – „noch Energie hat.“
„Verzeihung, Meisterin“, antwortete Mia mit unterwürfigem Tonfall, immer noch mit einem erotisch verschmitzten Lächeln im Gesicht. 
Lady Elisa sah mich freundlich an und sagte: „Zieh dich aus, James. Befriedige dich an Mia.“
Ich tat, wozu sie mich aufgefordert hatte, und trat näher. 
„Darf ich etwas vorschlagen, mein guter James?“, fragte Lady Elisa mich und ich musste mich sehr konzentrieren, ihr in die Augen zu sehen und nicht von der glänzenden Feuchtigkeit an ihren Fingerspitzen und zwischen ihren Beinen abgelenkt zu werden. Ich nickte...

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